14.01.2020

Wie berichten Medien in West- und Osteuropa über Migration und Flucht?

Analyse des European Journalism Observatory (EJO) in 17 Ländern unter der Leitung von IJ-Professorin Susanne Fengler und IJ-Mitarbeiter Marcus Kreutler findet blinde Flecken, nationale Alleingänge – und Meinungsvielfalt.

Auch knapp fünf Jahre nach dem Beginn der „Flüchtlingskrise“ 2015 spaltet der Streit über den Umgang mit Migranten und Flüchtlingen die Europäische Union – und er verändert die politische Landschaft der EU-Länder, wie der Aufstieg populistischer Parteien vielerorts und nicht zuletzt der nahende „Brexit“ zeigen.

Eine von der Otto Brenner Stiftung geförderte Studie des European Journalism Observatory (EJO) unter der Leitung von IJ-Professorin Susanne Fengler und IJ-Mitarbeiter Marcus Kreutler untersucht nun erstmals für eine Vielzahl von Ländern in unterschiedlichen Regionen Europas sowie für die USA, welche Rolle die Medien in der Migrationsdebatte spielen. In die Analyse eingegangen sind 2.417 Artikel aus 17 Ländern aus sechs exemplarischen Untersuchungswochen zwischen August 2015 und März 2018. Fazit der Analyse: Quantität und Qualität der Berichterstattung klaffen weit auseinander – nicht nur zwischen West- und Osteuropa.

Eine Kurzversion der Studie findet sich auf der EJO-Webseite, die Langfassung auf Deutsch und Englisch steht auf der Webseite der Otto Brenner Stiftung zum Download bereit.