16.08.2019

Studie zu neuen Anwaltsstrategien gegenüber Medien

Die Meinungs- und Pressefreiheit genießen in Deutschland einen hohen Stellenwert. Doch der Medien- und Öffentlichkeitswandel stellt sie auf die Probe. So versuchen auf Presserecht spezialisierte Anwältinnen und Anwälte immer häufiger, bereits vor einer Veröffentlichung gegen unliebsame Berichterstattung vorzugehen. Das geschieht teilweise durch Anwaltsschreiben, teilweise durch kommunikative Strategien wie dem Handel mit sowie dem Tausch von Alternativ-Informationen.

Gründe für diese Veränderung der Anwaltsstrategien untersucht die multiperspektivische Studie "Wenn Sie das schreiben, verklage ich Sie!" der Autoren Prof. Dr. Tobias Gostomzyk, TU Dortmund, und Daniel Moßbrucker, Doktorand und freier Journalist, die sich auf eine breite Erhebungsbasis stützen kann. Befragt wurden unter anderem über 40 Journalistinnen und Journalisten, 20 führende Presserechtlerinnen und Presserechtler, Justitiarinnen und Justiziare von über 20 Medienunternehmen sowie zahlreiche Fachanwältinnen und Fachanwälte für Urheber- und Medienrecht.

Unterstützt wurde die Studie von der Otto Brenner-Stiftung gemeinsam mit der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Die Studie ist auf den Webseiten der Otto Brenner-Stiftung als Pdf. abrufbar.

www.otto-brenner-stiftung.de/wissenschaftsportal/informationsseiten-zu-studien/neue-anwaltsstrategien-gegen-medien/