12 Studierende des Instituts für Journalistik sind gemeinsam zu einer Recherchereise nach Paris aufgebrochen, um vor Ort mehr über das Thema Flucht und Migration zu erfahren. (Foto: Franziska Weil)

22.11.2019

Journalistik-Studierende auf Studienreise in Paris

Unter dem Motto „Medien und Migration in Frankreich“ sind 13 Studierende des Instituts für Journalistik nach Paris gereist, um eigene journalistische Beiträge zu recherchieren.

Im Rahmen des Master-Seminars „Internationaler Journalismus“ unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Fengler und Dominik Speck beschäftigten sich die Studierenden aus verschiedenen Blickwinkeln mit dem Thema Flucht und Migration in Frankreich. Dazu tauschten sie sich mit deutschen und französischen Journalisten aus, trafen NGOs und besuchten eine Zeltstadt am Rande von Paris, direkt an der Autobahn.

Beim Besuch der Pariser Auslandsstudios von ARD und ZDF erfuhr die Dortmunder Delegation unter anderem mehr über die Arbeit von Auslandskorrespondenten und über die Herausforderung, französische Themen für ein deutsches Publikum interessant und verständlich aufzubereiten. Mitarbeiter des Nachrichtenportals „Guiti News“ berichteten über ihre Arbeit mit geflüchteten Journalisten. Der Anwalt Juan Branco erzählte von seinen Kontakten mit der Gelbwesten-Bewegung sowie von seiner Klage gegen führende EU-Politiker aufgrund ihrer Migrationspolitik.

„Mit eigenen Recherchen rund um das Seminarthema haben die Studierenden in Paris Erfahrungen in der Auslandsberichterstattung gesammelt. Die Ergebnisse werden in den kommenden Wochen in deutschen Medien erscheinen – ob als Radioreportage oder Zeitungsartikel“, sagt Dominik Speck, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IJ, der die Exkursion gemeinsam mit der wissenschaftlichen Hilfskraft Svenja Kloos vorbereitet und begleitet hat. Im Vorfeld der Studienreise fand ein zweitägiges Einführungsseminar am Erich-Brost-Institut für internationalen Journalismus statt. 

„Eine Lehre der Studienreise mit zahlreichen Gesprächen und Begegnungen: Trotz der Nähe beider Länder gibt es deutliche Unterschiede zwischen der deutschen und französischen Migrationspolitik“, resümiert Dominik Speck.

Die Recherchereise wurde vom PROMOS-Programm zur Steigerung der Mobilität von Studierenden gefördert. Das Pariser Büro der Heinrich-Böll-Stiftung stellte Räume für die Begegnungen mit den Gesprächspartnern zur Verfügung.

Auf der Facebook- und Instagram-Seite des Instituts für Journalistik können Sie mitverfolgen, was die Dortmunder Studierenden in Paris erlebt haben.