25.02.2021

Neue Studie zum Mehrwert von Statistiken und Grafiken in der Berichterstattung

Jakob Henke und Wiebke Möhring haben mit Elena Link (HMTM Hannover) Forschungsergebnisse im Fachjournal Journalism Studies publiziert.

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Beeinflussen Statistiken und interaktive Grafiken in journalistischen Beiträgen die wahrgenommene Glaubwürdigkeit und das Leseerlebnis von Rezipientinnen und Rezipienten? Dieser Frage sind Jakob Henke, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IJ, und Wiebke Möhring, Professorin für Online- und Printjournalismus am IJ, in einer Studie unter der Federführung von Elena Link (HMTM Hannover) nachgegangen, deren Ergebnisse nun online im Fachjournal Journalism Studies erschienen sind.

Auch wenn Statistiken, so die Ausgangsvermutung, einem Artikel Glaubwürdigkeit verleihen können, sind sie für viele Rezipienten dröge oder ermüdend beim Lesen. Ob derartige Effekte durch Interaktionsmöglichkeiten mit Datenvisualisierungen (z.B. in Form der in der Praxis weitverbreiteten interaktiven Karten) vermieden werden können, testete das Team in zwei Online-Experimenten.

Auf den ersten Blick sind die Ergebnisse ernüchternd: Zwar konnte in der Studie kein negativer Effekt von Statistiken nachgewiesen werden, allerdings auch keine positiven Effekte von interaktiven Visualisierungen. Lohnt sich also der Aufwand für Journalistinnen und Journalisten? Im Zweifel ja, glaubt das Team, betont aber die Notwendigkeit, die Effekte von Visualisierungen und Interaktivität weiter zu erforschen.