30.10.2020

Millionenhilfe für Verlage: noch viele offene Fragen

Frank Lobigs, Professor für Medienökonomie am IJ, äußerte sich im Deutschlandfunk zum Konzept des Bundeswirtschaftsministeriums: Das Papier enthalte „erschreckend wenige Vorstellungen davon, wie man überhaupt Wirkungen der Förderungen erzielen will“.

Im Juli hatte der Bundestag eine Förderung von bis zu 220 Millionen Euro für die deutsche Presse beschlossen. Seit gestern gibt es erste offizielle Planungen zur Subventionierung, die „die erforderliche digitale Transformation des Verlagswesens“ unterstützen soll - aber auch noch viele offene Fragen und Kritik.

So sagt auch Frank Lobigs, Professor für Medienökonomie am IJ, im Interview mit dem Deutschlandfunk, dass das Papier „erschreckend wenige Vorstellungen davon, wie man überhaupt Wirkungen der Förderungen erzielen will“. Er erwarte, dass es „hauptsächlich Mitnahmeeffeekte geben wird" und dass sich viele Verlage das finanzieren lassen, was sie eh gemacht hätten.

Das Konzept des Wirtschaftsministeriums wird auch Thema unserer nächsten Videokonferenz am 25. November sein.