25.06.2021

Institut für Journalistik und Partner erhalten Förderung für „Rhine-Ruhr Centre for Science Communication Research“

Die Volkswagenstiftung fördert mit 15 Millionen Euro vier neue Zentren für Forschung über Wissenschaftskommunikation – darunter auch einen Verbund aus IJ und Partnern aus Bonn und Essen.

Foto: AaronAmat / iStock

Prof. Holger Wormer, Inhaber des Lehrstuhls für Wissenschaftsjournalismus am Institut für Journalistik der TU Dortmund, wird in diesem Rahmen gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI), des Forums Internationale Wissenschaft Bonn (FIW), des Instituts für Medienentwicklung und Medienanalyse der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Sankt Augustin,  sowie den Praxispartnern Science Media Center (SMC) und der Wissenschaftspressekonferenz (WPK) das „Rhine-Ruhr Centre for Science Communication Research“ aufbauen.


In drei Teilprojekten sollen Heuristiken, Qualitätsstandards und Formate entwickelt werden, um eine besser informierte Öffentlichkeit zu befähigen, sich aktiver in die Kommunikation mit der Wissenschaft und ihren Institutionen einzubringen. Das Konsortium fokussiert dabei zum einen auf das interdisziplinäre Feld der Wissenschaftsforschung mit Subdisziplinen wie Soziologie, Philosophie und Wissenschaftsgeschichte, aber auch auf Spezialgebiete wie die Bibliometrie und die Datenwissenschaften. Mit den Praxispartnern sollen Infrastrukturen für den Austausch zwischen Wissenschaft, Journalismus, Politik und weiteren Zielgruppen entwickelt werden.

Neben dem Rhine-Ruhr Centre for Science Communication Research wurden drei weitere Zentren bewilligt: „ Communicating Planetary Health: The Munich Science Communication Lab” (Universität München und 14 weitere Projektbeteiligte), „Evolving Visualizations for Evolving Health – The Kiel Science Communication Network” (Universität Kiel und Muthesius-Hochschule Kiel) sowie das “Center for Rhetorical Science Communication Research on Artificial Intelligence” (Universität Tübingen und zehn weitere Projektbeteiligte).

In der Ausschreibung „Wissenschaftskommunikation hoch drei" der Volkswagenstiftung konnten sich Projekte bewerben, in denen die drei Perspektiven Wissenschaftskommunikationsforschung, Fachwissenschaft und Kommunikationspraxis zusammenwirken. Der Förderzeitraum beträgt fünf Jahre und kann um maximal drei Jahre verlängert werden. Voraussetzung für die Bewilligung war die Zusage einer Hochschule, die neu etablierten Zentren auch über den Förderzeitraum hinaus dauerhaft zu unterstützen.

Das Echo auf die Ausschreibung war laut Volkswagenstiftung enorm: Es wurden 27 Anträge von Konsortien mit 500 Einzelpersonen aus 300 Institutionen in 24 Ländern eingereicht.