14.07.2021

Erfolgreiche Disputation für IJ-Mitarbeiterin Anna-Lena Wagner

Mit großem Erfolg hat Anna-Lena Wagner ihre Doktorarbeit über lokaljournalistische Qualität und ihre Bestimmungsfaktoren verteidigt.

Das IJ und die Trierer Medienwissenschaft gratulieren Anna-Lena Wagner zur hervorragenden Verteidigung ihrer Dissertation.

Wir gratulieren IJ-Mitarbeiterin Anna-Lena Wagner, die im Rahmen einer digital stattfindenden Disputation erfolgreich ihre Dissertation mit dem Titel „Lokaljournalistische Qualität und ihre Bestimmungsfaktoren. Theoretische Konzeption und empirische Befunde aus Nahraumperspektive“ verteidigt hat. Betreuer der Arbeit war Prof. Dr. Hans-Jürgen Bucher von der Universität Trier, Zweitgutachterin IJ-Professorin Wiebke Möhring.

Die Dissertation konzipiert aus sozialintegrativer Perspektive Grundzüge einer lokalen Gesellschaft und befasst sich auf dieser Basis mit nahraumspezifischen Qualitäten des Journalismus. In einer empirischen Studie liefert sie detaillierte Ergebnisse zu den Leistungen des Lokaljournalismus. Dazu wurden die Daten einer Inhaltsanalyse von 103 Lokalausgaben von Zeitungen und ihren Onlineablegern, erhoben im DFG-Projekt „Lokaljournalismus in Deutschland" an der Universität Trier, sekundäranalytisch ausgewertet.

Im Fokus stehen nahraumspezifische Qualitäten des Journalismus: Wie kritisch berichtet der Lokaljournalismus z. B. über politische Angelegenheiten? Wie intensiv kommen 'normale' Bürgerinnen und Bürger bei Problemen des Alltags zu Wort? Welche Relevanz hat die Berichterstattung über Kultur- und Vereinsthemen?

Weiter folgt die Arbeit der Annahme, dass sich die (lokale) Gesellschaft im Detail durch unterschiedlich ausgeprägte Strukturen auszeichnet, die das Handeln der journalistischen Akteure und damit die Berichterstattung prägen können. In einer explorativen Analyse wurden dazu Bestimmungsfaktoren lokaljournalistischer Qualität ermittelt. So wurde z. B. empirisch untersucht, inwiefern unterschiedliche Redaktionsstrukturen, die Mitarbeiterzahl, die Auflage und der gesellschaftliche Kontext (z. B. Stadt/Land, Ost/West) die lokaljournalistische Berichterstattung (mit-)bestimmen.

Die Dissertation entstand im Fach Medienwissenschaft an der Universität Trier, wo Anna-Lena Wagner von 2014 bis 2018 im DFG-Projekt „Lokaljournalismus in Deutschland“ tätig war. Die Projektleitung lag - bis zu seinem Tode im Mai 2017 - bei Prof. Dr. Klaus Arnold, anschließend bei Prof. Dr. Hans-Jürgen Bucher. Seit August 2018 ist Anna-Lena Wagner wissenschaftliche Mitarbeiterin im von Prof. Dr. Wiebke Möhring geleiteten DFG-Projekt „Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Lokalen“ am IJ, an dem Anna-Lena Wagner auch Journalistik studiert hat.