21.01.2021

DoCMA veröffentlicht drittes Working Paper

Prof. Dr. Henrik Müller und Nico Hornig vom Lehrstuhl Wirtschaftspolitischer Journalismus aktualisieren darin ihren Indikator, mit dem sich ökonomische Unsicherheit messen lässt.

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Das Dortmund Center for data-based Media Analysis hat ein neues Working Paper veröffentlicht. Prof. Dr. Henrik Müller und Nico Hornig vom Lehrstuhl Wirtschaftspolitischer Journalismus aktualisieren darin in Zusammenarbeit mit Jonas Rieger vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialstatistik ihren Uncertainty Perception Indicator (UPI). Dieser misst ökonomische Unsicherheit anhand der Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung (SZ), des Handelsblatts und der Welt von 2000 bis ins dritte Quartal 2020.

Mittels des Topic-Modelling-Verfahrens LDA lassen sich einzelne Themenkomplexe identifizieren, die zur Unsicherheit beitragen. In der aktualisierten Version wird erstmals ein größerer Teil der Covid-19-Pandemie in Deutschland abgedeckt.

Dabei zeigen die Autoren, dass ein Ereignis wie das Corona-Virus, das Gesellschaften und ihr Zusammenleben prägt und verändert, den bisherigen Ansatz an seine Grenzen bringt. So ist das neue Topic-Modell am aktuellen Rand nicht mehr mit den alten Daten in Einklang zu bringen. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, stellen die Autoren erweiterte Verfahren vor, deren Anwendung in zukünftigen Arbeiten weiterentwickelt werden soll.
 
Das Papier trägt den Titel "For the times they are a-changin’ – Gauging Uncertainty Perception over Time". Der Beitrag ist der dritte, der im Rahmen der Reihe DoCMA Working Papers erschienen ist. Das Dortmund Center for data-based Media Analysis (DoCMA) ist eine Kooperation von Hochschullehrern und wissenschaftlichen Mitarbeitern der Fakultät Statistik (Prof. Jörg Rahnenführer und Prof. Carsten Jentsch), der Informatik (Prof. Erich Schubert) und der Journalistik (Prof. Henrik Müller).

Ziel der Working-Paper-Reihe ist es, aktuelle Analysen, auch solche, die auf sehr guten Abschlussarbeiten basieren, sowie methodische Vorstöße zur akademischen Diskussion zu stellen. Das Procedere sieht einen internen Review-Prozess vor, bei dem DoCMA-Mitglieder sich mit Kritik und Anregungen einbringen.