Rund 200 internationale Wissenschaftler kamen zur Konferenzwoche des Erich-Brost-Instituts in Berlin. In der Mitte Prof. Susanne Fengler vom Institut für Journalistik. Bild: Johanna Mack

21.06.2018

Wie gehen Medien und Journalismus mit Fake News um?

Mehr als 200 weltweit renommierte Wissenschaftler und über 30 Vorträge, interdisziplinäre Perspektiven und neue Forschungsansätze – das ist die erfreuliche Bilanz einer Konferenz-Woche des Instituts für Journalistik (IJ) in Berlin.

Vom 12. bis einschließlich 15. Juni hat das Erich-Brost-Institut für internationalen Journalismus (EBI), das zum Institut für Journalistik gehört, gleich zwei internationale Konferenzen zu den Themen Medien, Transparenz und Politik in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften organisiert.

Im Mittelpunkt der Tagung „Media and Transparency – a Global Perspective“ stand die Frage, wie Medien und Journalismus quer über den Globus mit der Debatte um Glaubwürdigkeit und „Fake News“ umgehen. Herausragende internationale Kommunikationswissenschaftler – darunter Tim P. Vos aus den USA, Herman Wasserman aus Südafrika, Clement So aus Hongkong und Fernando Oliveira Paulino aus Brasilien – kamen auf Einladung des EBI in Berlin zusammen. Im Mittelpunkt der Debatte stand: Wie können die Medien angesichts der Herausforderungen durch Populismus, zunehmend repressive Politiker und den digitalen Wandel ihre Glaubwürdigkeit bewahren? Prof.  Susanne Fengler, Wissenschaftliche Leiterin des Erich-Brost-Instituts, sagte: „Die Tagung war zugleich Auftakt für unser neuestes wissenschaftliches Projekt – das Global Handbook on Media Accountability. Denn auch in Ländern mit stark eingeschränkter Pressefreiheit wird inzwischen in den sozialen Medien zunehmend kritisch über die Rolle von Medien diskutiert. Das Erich-Brost-Institut ist zur weltweit führenden Adresse für Forschung zur Media Accountability geworden.“

Eng verbunden war die Medien-Tagung mit der Herrenhäuser Konferenz „Transparency and Society – Between Promise and Peril“, die an den drei vorausgegangenen Tagen stattfand. Die von der VolkswagenStiftung finanzierte Konferenz wurde vom EBI co-organisiert; die Leitung der Konferenz lag bei dem Historiker Prof.  Stefan Berger von der Ruhr-Universität Bochum (RUB).

Die Herrenhäuser Konferenz versammelte interdisziplinär die Elite der internationalen Transparenz-Forschung in Berlin – darunter David Heald, Christopher Hood, Nico Stehr und Jens Forssbaeck. Stefan Berger von der RUB und Susanne Fengler vom Institut für Journalistik arbeiten bereits seit geraumer Zeit interdisziplinär zum Thema Transparenz zusammen.