13.12.2017

Ausflug in die Nordstadt – ein crossmediales KURT-Projekt

Zwei Monate nennen sich die neu gestalteten Campusmedien des Instituts für Journalistik nun schon KURT. Jetzt startet das erste größere KURT-Projekt. Das Thema: die Dortmunder Nordstadt.

Die neue Dachmarke, die die Lehrredaktionen Print, TV, Radio und Online unter dem Namen KURT zusammenfasst, setzt vor allem auf eines: Crossmedialität. Was in den vergangenen Wochen erfolgreich angelaufen ist, soll nun weiter vertieft werden. Dafür hat sich KURT in die Nordstadt aufgemacht. In den Dortmunder Stadtteil, der für seine kulturelle Vielfalt, den jugendlichen Charme und seine künstlerische Seite bekannt ist, der aber auch für Kriminalität und Armut steht. Ein Ort für viele Geschichten also.

Eine Idee aus der Print-Redaktion

Diese Vielfältigkeit hat die Print-Redaktion auf die Idee des Nordstadt-Projektes gebracht – und die anderen haben sich begeistert angeschlossen. Das Stadtgebiet hat in der Öffentlichkeit kein gutes Image, ein unvoreingenommenes Bild bleibt häufig auf der Strecke. Genau das ist aber das Ziel des Projekts. „Wir wollen mit unserer Sonderausgabe nichts beschönigen, aber auch nichts unnötig in den Dreck ziehen“, schreibt Reporterin Dana Hortmann in der KURT-Sonderausgabe.

So geht es in dem Magazin, das ab Mittwoch, 13. Dezember, auf dem Campus verteilt wird und zum Mitnehmen ausliegt, sowohl um legale und illegale Prostitution als auch um Tango-Musik, bunte Cafés und Hipster-Wohnungen. In der Sonderausgabe, die mit vielen Fotos versehen ist und acht Seiten mehr als das übliche KURT-Magazin hat, stehen vor allem die Menschen der Nordstadt im Mittelpunkt – die Nordstadtgesichter.

Mit der Kamera zum Hafen und in die Moschee

Auch die TV-Redaktion von KURT beteiligt sich an dem crossmedialen Projekt. Ein Team von mehr als 30 ReporterInnen und TechnikerInnen ist am Freitag, 15. Dezember, und Samstag, 16. Dezember, beinahe rund um die Uhr mit Kameras in der Nordstadt unterwegs. Die Studierenden treffen HafenarbeiterInnen und KünstlerInnen, besuchen ein türkisches Restaurant genauso wie eine traditionelle Kneipe, begleiten einen Übersetzer in eine Moschee und sprechen spontan mit Menschen in der Nordstadt. „Wir wollen die Vielfalt und die Lebendigkeit dort zeigen. Dafür haben wir uns entschieden, zwei Tage lang das Leben im Dortmunder Norden zu begleiten“, sagt Jan-Ole Niermann, Leiter der KURT-TV-Redaktion.

Veröffentlicht werden soll die Reportage noch vor Weihnachten: „Das wird die große Herausforderung für uns. Eine so lange Fernsehreportage haben wir am Institut für Journalistik in so kurzer Zeit wohl noch nie produziert“, sagt Jan-Ole Niermann. Die Studierenden haben die Themen selbst recherchiert und sind bis zum fertigen Projekt dabei. Unterstützt werden sie von angehenden MediengestalternInnen.

Nordstadt-Klänge bei KURT auf eldoradio*

KURT geht mit diesem Projekt auch auf die Ohren: eldoradio* hat sieben Tage lang unter anderem die echten Geheimtipps für die Nordstadt. Denn da gibt es viel mehr als die Klischee-Döner-Bude oder gruselige Kneipen. Wer noch nie etwas von Caracalla, Churrasco oder Tyde gehört hat, ist bei KURT genau richtig. Einfach vom 13. bis 21. Dezember unter der Woche von 8 bis 10 Uhr KURT auf eldoradio* einschalten: auf www.eldoradio.de und über 93.0 FM im Radio. Tina Trelle, Leiterin der KURT-Radioredaktion, ist sich sicher: „Danach wollt ihr gar nicht mehr ins Kreuzviertel.“

Wer neugierig auf das Nordstadt-Projekt von KURT geworden ist, klickt am besten auf kurt.digital. Dort gibt es in den nächsten Tagen immer wieder neue Inhalte zur Nordstadt. Weitere Infos findet ihr auch auf der Facebook-Seite des Instituts für Journalistik.

Foto Graffiti (Aufmacher): Daniela Arndt
Foto Panorama: Judith Wiesrecker