Studenten & Alumni

Knapp 1.200 Journalistinnen und Journalisten haben in den vergangenen 42 Jahren das Institut für Journalistik mit einer Diplomurkunde, einem Bachelor- oder einem Masterzeugnis oder einer Dissertation verlassen. Über die Jahre hinweg hat die Dortmunder Journalistik sich als führender Anbieter in der hochschulgebundenen Journalistenausbildung behaupten können. Bei uns gehen Wissenschaft und Praxis Hand in Hand. Das Institut kooperiert dabei eng mit Medienunternehmen, sowohl in der praktischen Ausbildung als auch in der Forschung. Auf dieser Grundlage qualifizieren wir Journalistinnen und Journalisten, die nachweisbar sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

Mona Ameziane

„Durch das Studium am IJ konnte ich einen Volontariats-Platz beim WDR bekommen und moderiere heute bei 1LIVE und WDR5.“

Welchen Studiengang hast du in Dortmund belegt?

Journalistik.

Welche journalistischen Erfahrungen hast du bereits gesammelt?

Ich habe im zweiten Semester (SoSe 2014) an der WDR Talentwerkstatt „WDR grenzenlos“ teilgenommen und dann im Oktober 2015 das einjährige Volontariat beim WDR begonnen. Direkt danach konnte ich frei für den WDR weiterarbeiten.

Wo arbeitest du derzeit?

Als Radiomoderatorin bei 1LIVE und WDR5 KiRaKa.

Welches waren die spannendsten Projekte, bei denen du in deinem jetzigen Job mitgewirkt hast?

Am Spannendsten war für mich, dass ich nach dem Volontariat so schnell ans Mikrofon konnte und mittlerweile nicht nur eine wöchentliche Sendung moderiere, sondern auch jeden Freitag im Rahmen von 1LIVE Klubbing eine Live-Lesung vor Publikum. In den vergangenen Monaten war ich aber auch immer wieder für längere Reportagen unterwegs: Zum Beispiel habe ich für 1LIVE einen Tag lang ein Escort-Girl begleitet, war bei einer Obduktion dabei und bin für den KiRaKa unter anderem mit einem Forscher durch eine 40-Meter-tiefe Höhle im Sauerland gekrochen.

Welche drei Aspekte aus deiner Studienzeit am IJ in Dortmund hast du vor allem in den Job mitgenommen und wie helfen sie dir im Berufsalltag?

Das Studium am IJ hat mir durch die Lehrredaktionen, diverse praktische Seminare und natürlich das Volontariat journalistisches Handwerk mit auf den Weg gegeben, aber auch Sensibilität für den Umgang mit schwierigen Themen und die Fähigkeit, an den richtigen Stellen noch genauer über das nachzudenken, was ich schreibe, sage oder veröffentliche. Ich habe durch das Studium einen eigenen journalistischen und persönlichen Anspruch entwickelt, der mir an vielen Stellen im Berufsalltag ein selbstbewusstes Entscheiden erleichtert hat.


Valentin Dornis

„Durch den großen Praxisteil im Studium bin ich auch besser darin geworden, Themen selbständig zu suchen und zu recherchieren – und sie für verschiedene Medienformen aufzuarbeiten.“

Welchen Studiengang hast du in Dortmund belegt?

Ich habe mein Studium in Dortmund 2013 begonnen. Damals war der Studiengang Wirtschaftspolitischer Journalismus gerade erst eingerichtet worden und wir sind als erster Jahrgang am Lehrstuhl von Prof. Müller gestartet. In der kleinen Gruppe (ca. 20 Studierende) konnten wir den Studiengang und die Veranstaltungen damals aktiv mitgestalten.

Welche journalistischen Erfahrungen hast du bereits gesammelt?

Los ging es ganz klassisch im Lokaljournalismus. Ich bin damals noch zur Schule gegangen und am Wochenende mit dem Bus über die Dörfer gefahren, um Termine für die Westfalenpost zu machen. Im Studium habe ich dann immer nebenbei frei Texte geschrieben und fotografiert. In der Lehrredaktion habe ich gelernt, Radio zu machen – volontiert habe ich schließlich im Wirtschaftsressort der Süddeutschen Zeitung in München.

Wo arbeitest du derzeit?

Nach dem Volo habe ich angefangen, neben dem Studium als freier Mitarbeiter im NRW-Korrespondentenbüro der SZ zu arbeiten, außerdem habe ich weiterhin für Regionalzeitungen geschrieben. Seit dem Sommer 2018 bin ich SZ-Redakteur in München, in den Ressorts Wirtschaft und Digital.

Welches waren die spannendsten Projekte, bei denen du in deinem jetzigen Job mitgewirkt hast?

Das spannendste Projekt, an dem ich bisher mitwirken durfte, waren eindeutig die Paradise Papers. Das große Rechercheprojekt zur "Schattenwelt des großen Geldes" im Herbst 2017 war für mich eine ganz neue journalistische Erfahrung: großes Team, strenge Geheimhaltung, weltweite Aufmerksamkeit. In dieser Zeit habe ich sehr viel gelernt über investigative Arbeit und auch darüber, was mich an unserem Beruf am meisten reizt.

Welche drei Aspekte aus deiner Studienzeit am IJ in Dortmund hast du vor allem in den Job mitgenommen und wie helfen sie dir im Berufsalltag?

An der Uni habe ich gelernt, mich schnell in Themen einzuarbeiten. Durch den großen Praxisteil im Studium bin ich auch besser darin geworden, Themen selbständig zu suchen und zu recherchieren – und sie für verschiedene Medienformen aufzuarbeiten. Dazu hat vor allem die Arbeit in den Lehrredaktionen beigetragen. Durch den VWL-Teil des Studiums habe ich ein tieferes wirtschaftliches Grundverständnis entwickeln können. Als Mentor in der Lehrredaktion Print habe ich außerdem viel Erfahrung sammeln können, mit Autorinnen/Autoren intensiv an ihren Beiträgen zu arbeiten. Das hilft natürlich auch bei der eigenen Arbeit.


Lisa Oenning

Mein Studium hat mir geholfen, wirtschaftspolitische Themen zu erkennen und darüber zu berichten und Beiträge klar und spannend zu strukturieren.

Welchen Studiengang hast du in Dortmund belegt?

Wirtschaftspolitischer Journalismus (BA).

Welche journalistischen Erfahrungen hast du bereits gesammelt?

Praktika und freie Mitarbeit bei der Allgemeinen Zeitung Coesfeld während der Schulzeit, anschließendes Volontariat bei der AZ Coesfeld, Praktika beim WDR und einer Fernsehproduktions GmbH, einjähriges in das Studium integriertes Volontariat in der Online-Redaktion der WirtschaftsWoche, studentische Aushilfe im Newsroom des Handelsblatts während des Studiums.

Wo arbeitest du derzeit?

Seit Februar 2018 arbeite ich als App-Redakteurin im Handelsblatt-Newsroom.

Welches waren die spannendsten Projekte, bei denen du in deinem jetzigen Job mitgewirkt hast?

Besonders gefällt mir an meinem Job, dass er abwechslungsreich ist. Zu meinen Aufgaben gehört es unter anderem, für die verschiedenen digitalen Kanäle (App, H10-App, Website) selbst Beiträge zu verschiedenen Themen zu schreiben und diese Kanäle auch selbst zu steuern.

Welche drei Aspekte aus deiner Studienzeit am IJ in Dortmund hast du vor allem in den Job mitgenommen und wie helfen sie dir im Berufsalltag?

Wirtschaftspolitische Themen zu erkennen und darüber zu berichten, Beiträge klar und spannend zu strukturieren, insbesondere das integrierte Volontariat hat mir einen guten und zugleich realistischen Einblick in den Berufsalltag eines Wirtschaftsjournalisten gegeben.


Marie-Louise Timcke

„Für mich sind neben den journalistischen natürlich gerade die technischen Skills wichtig, die ich in der Studienzeit gelernt habe.“

Welchen Studiengang hast du in Dortmund belegt?

Ich studiere Wissenschaftsjournalismus mit Schwerpunkt Datenjournalismus und schreibe derzeit meine Bachelorarbeit.

Welche journalistischen Erfahrungen hast du bereits gesammelt?

Während der Vorlesungszeit in Dortmund habe ich ein kleineres Datenprojekt mit den Ruhr Nachrichten umgesetzt. In der vorlesungsfreien Zeit habe ich außerdem zusätzliche Praktika bei verschiedenen Datenredaktionen gemacht. Beispielsweise war ich sechs Wochen beim SRF Data in Zürich, einen Monat bei der Berliner Morgenpost und zwei Monate als Hospitantin im Team Daten/Investigativ von Zeit Online. Für mein Volontariat bin ich dann auch ins Interaktiv-Team der Berliner Morgenpost gegangen, bei dem es mir schon als Praktikantin sehr gut gefallen hat.

Wo arbeitest du derzeit?

Seit April 2018 bin ich Leiterin des Interaktiv-Teams der Berliner Morgenpost. Gemeinsam mit Journalisten, Entwicklern und Designern beschäftige ich mich mit den unterschiedlichsten Themen, die für die Hauptstadt – aber auch bundesweit wichtig sind. Wir experimentieren mit neuen Recherchemethoden und Darstellungsformen und veröffentlichen regelmäßig Anwendungen, Grafiken, Karten und Storytelling-Formate.

Welches waren die spannendsten Projekte, bei denen du in deinem jetzigen Job mitgewirkt hast?

Die spannendsten Projekte sind immer die, bei denen wir etwas ganz neues ausprobieren. Beispielsweise eine Methodik oder Technik, mit der wir vorher noch nie gearbeitet haben. Dazu zählt etwa „Was Kameras aus Ihrem Gesicht lesen können“, bei dem wir uns mit Gesichtserkennungs-Algorithmen beschäftigt haben.

Für mich persönlich war „So tickt Berlin an deiner Linie“ ein besonderes Projekt, weil es meine erste Herausforderung als Volontärin im Team war. Wir zeigen dort die Veränderung verschiedener soziodemographischer Merkmale anhand aller 250 Bus- und Bahnlinien der Stadt.

Welche drei Aspekte aus deiner Studienzeit am IJ in Dortmund hast du vor allem in den Job mitgenommen und wie helfen sie dir im Berufsalltag?

Für mich sind neben den journalistischen natürlich gerade die technischen Skills wichtig, die ich in der Studienzeit gelernt habe. Die habe ich zum einen aus den Vorlesungen in Kooperation mit den anderen Instituten, wie „Programmieren in R“ oder „Fallstudien“.

Vieles habe ich aber auch gelernt, weil das Studium am IJ genug Zeit und Ressourcen für selbstständige Projekte und Praktika zulässt. Beispielsweise durften wir die Lehrredaktionsräume nutzen, um ein eigenes Datenjournalismus-Meetup aufzuziehen. Durch die Arbeit mit Journocode habe ich Erfahrungen gesammelt, die mir auch jetzt als Teamleiterin helfen.

Ein weiterer Aspekt sind die Fachveranstaltungen und Seminare mit renommierten Gastdozenten, die das IJ regelmäßig organisiert. Dabei kann man nicht nur direkt von den Profis lernen, sondern auch netzwerken und beispielsweise nach Praktikumsmöglichkeiten fragen.


Hanna Zimmermann

„Am IJ wurde mir das journalistische Handwerkszeug vermittelt, das ich als Moderatorin von ZDF heute+ täglich brauche.“

Welchen Studiengang hast du in Dortmund belegt?

Bachelor und Master Journalistik.

Wie ist dir der Einstieg in den Beruf gelungen?

Ich habe zwar schon vor meinem Studium am Institut für Journalistik frei für eine Lokalzeitung geschrieben, aber den Einstieg in den Fernsehjournalismus habe ich erst durch das integrierte Volo beim ZDF geschafft. Neben dem Studium habe ich dann frei für das ZDF Studio in Düsseldorf gearbeitet.

Wo arbeitest du derzeit?

Ich arbeite aktuell als Moderatorin und Redakteurin für die ZDF Nachrichtensendung heute+. Das heißt, ich moderiere die Sendung und bin auch in den sozialen Netzwerken für heute+ aktiv. In den Wochen in denen ich nicht moderiere, bin ich als Redakteurin tätig. Dann mache ich zum Beispiel Stücke oder plane die Sendung.

Welches waren die spannendsten Projekte, bei denen du in deinem Job mitgewirkt hast?

Bei den Sendungen zur Bundestagswahl mitzuarbeiten, war sicherlich eines meiner Highlights in den vergangenen Jahren. An Wahlabenden treffen Wählerwille und Politik direkt aufeinander. Da als Reporterin vor Ort zu sein und live zu berichten, ist einfach spannend! Meinen aktuellem Job bei heute+ würde ich aber definitiv auch nennen: heute+ tickt einfach etwas anders als übliche Nachrichtensendungen. Wir versuchen einen anderen Blickwinkel auf das tägliche Nachrichtengeschäft zu finden, Themen aus dem und für das Netz zu denken und stehen in engem Austausch mit den Usern in den sozialen Netzwerken.

Welche drei Aspekte aus deiner Studienzeit am IJ in Dortmund hast du vor allem in den Job mitgenommen und wie helfen sie dir im Berufsalltag?

Das geht vom alltäglichen journalistischen Handwerkszeug, also zum Beispiel, der Frage, nach welchen Faktoren ich Nachrichten auswähle, bis hin zu meinem journalistischen Selbstverständnis, das definitiv durch mein Studium mitgeprägt wurde. Außerdem habe ich ein Netzwerk mitgenommen: Viele ehemalige Kommilitonen von mir sind heute als Journalisten in unterschiedlichsten Medien aktiv und der Austausch mit ihnen ist mir noch heute wichtig.