Zwei Medienprojekte unter einer starken Marke: NRWision ist ein einzigartiges Angebot im Internet für alle Menschen in Nordrhein-Westfalen. Wir präsentieren selbst erstellte Audio- und Video-Produktionen in unserer Mediathek. Außerdem strahlen wir alle Kurzfilme, Videos und Fernsehsendungen landesweit im TV-Lernsender aus.

Jeder kann mitmachen!

Man musst kein Profi sein, um bei NRWision mitzumachen: Alle Bürger in NRW können hier ihre Ideen, ihre Themen und ihre Kreativität an die Öffentlichkeit bringen. Wer sich beteiligt, kann außerdem eine Menge dazulernen und von der Unterstützung unserer Redaktionen profitieren - egal ob vor oder hinter Mikrofon und Kamera.

Wer steckt hinter NRWision?

Unsere Mediathek und der TV-Lernsender sind nicht-kommerzielle Angebote und werden von der Landesanstalt für Medien NRW gefördert. Die Verantwortung für beide Projekte liegt beim Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund unter der Leitung von Journalistik-Professor und TV-Moderator Michael Steinbrecher.

NRWision im Internet und im TV

Alle Beiträge in unserer Mediathek stehen rund um die Uhr kostenlos zur Verfügung. Dort sind zahlreiche Radio- und TV-Produktionen aus ganz NRW abrufbar. Den TV-Lernsender ist in den digitalen Kabelnetzen von Unitymedia, NetCologne und NetAachen abrufbar - unverschlüsselt und ohne Zusatzkosten. Außerdem bieten wir auf unserer Website einen Livestream an und sind in diversen Video-on-Demand-Angeboten vertreten.

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Der Medien-Doktor ist ein Monitoring-Projekt von Journalisten für Journalisten, angesiedelt am Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus der Technischen Universität Dortmund. Mit Hilfe eines Gutachterpools aus Journalisten beurteilt der Medien-Doktor mehrmals pro Woche medizinjournalistische Beiträge in Print-, Hörfunk-, Fernseh- und Online-Medien - und zwar immer nach einem bestimmten Kriterienkatalog, den schon internationale Vorläuferprojekte wie das US-amerikanische HealthNewsReview.org anwenden. Gemeinsam ist diesen medizinjournalistischen Kriterien die starke Orientierung an dem, was Leser, Zuhörer und Zuschauer an Informationen benötigen, um sich ein vollständiges Bild über eine medizinische Therapie, eine Behandlungsart, ein medizinisches Produkt oder einen diagnostischen Test zu machen. Diese international erprobten medizinjournalistischen Kriterien ergänzt der deutsche Medien-Doktor durch allgemeinjournalistische Kriterien. Die Ergebnisse der journalistischen Gutachten werden auf der Website www.medien-doktor.de präsentiert.

Mit dem Medien-Doktor UMWELT wird das Projekt nun auch auf die Umweltberichterstattung ausgedehnt.

Parallel dazu veranstaltet der Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus regelmäßig eine Lehrveranstaltung, in der darüber diskutiert, was Qualität in der Medizinberichterstattung ausmacht und wie der Medien-Doktor verbessert werden kann.

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Das Institut für Journalistik der TU Dortmund bietet in Kooperation mit dem Institut für Medienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum und dem Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Duisburg-Essen ein Graduiertenkolleg für deutsche und internationale Doktoranden an. Nachwuchswissenschaftler durchlaufen auf dem Weg zur Promotion ein strukturiertes Forschungs- und Lehrprogramm. Die School of International and Intercultural Communication (SIIC) ist am Erich-Brost-Institut angesiedelt und wird von Prof . Susanne Fengler geleitet. 

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Unter Leitung von Prof. Dr. Susanne Fengler forscht das Team des Erich-Brost-Instituts für internationalen Journalismus seit 2010 über Medienselbstkontrolle und Medienverantwortung im internationalen Vergleich. Startpunkt war das von der EU im 7. Forschungsrahmenprogramm mit 1,5 Mio. Euro geförderte EBI-Projekt "Media Accountability and Transparency in Europe" (MediaAcT), bei dem das EBI-Team in 12 west- und osteuropäischen Ländern sowie zwei arabischen Vergleichsstaaten u.a. die Einstellungen von Journalisten zum Thema Medienkritik und Medienselbstkontrolle repräsentativ untersucht hat. Aus diesem EU-Projekt sind zwei internationale Buchpublikationen und zahlreiche Aufsätze in deutschen und internationalen Fachzeitschriften hervorgegangen. Die Ergebnisse des Projekts flossen in die Beratungen der EU High-Level Group on Media Freedom and Pluralism ein und wurden seither bei Einladungen zu zahlreichen Gastvorträgen in der ganzen Welt – von China bis Brasilien, von Norwegen bis Kairo – präsentiert.

Nun geht das MediaAcT-Projekt in die nächste Runde: Gemeinsam mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erstellt das EBI derzeit das erste "European Handbook of Media Accountability", das Forschungsberichte zum Status quo der Medienselbstregulierung in allen EU-Ländern sowie der Schweiz, Israel, Russland und der Türkei enthält. Das Handbuch wird Anfang 2016 bei Ashgate erscheinen. Parallel dazu setzt das EBI seine Aktivitäten zur Förderung von Media Accountability in Transformationsländern fort: Gefördert durch das Auswärtige Amt, findet 2014/2015 in Tunis ein Pilotprojekt zur Etablierung von Ombudsleuten in tunesischen Redaktionen statt.

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Wofür brauchen wir Journalismustheorien? Was können und dürfen eigentlich Journalisten-Roboter? Und wie funktionieren die neuesten PR-Strategien? Wissenschaftler und Journalisten wollen auf der EJO-Website solche und weitere Fragen beantworten.

Auswahlkriterium für die Themen ist die Relevanz für die journalistische Praxis. In drei bis vier Beiträgen pro Woche stellen Autoren neueste Erkenntnisse aus Medien- und Kommunikationsforschung vor, analysieren aktuelle Medienentwicklungen oder denken über medienethische Themen nach. Und das alles in verständlicher Sprache, verträglicher Länge und oft mit länderübergreifendem Blick.

Das EJO-Netzwerk verbindet einige führende westliche und herausragende ost- europäische Journalismus-Institute wie das Reuters Institute in Oxford, die School of Journalism an der Oregon University, die Journalismus-Institute an der Karls-Universität in Prag und an der Universität Breslau.

Die insgesamt elf europäischen und US-amerikanischen Partnern helfen mit Artikel-Übersetzungen und gemeinsamen Rechercheprojekten dabei, Interessantes auch aus anderen Ländern aufzuspüren: Ein deutsch- amerikanischer Vergleich der Gesetzgebung zu Whistleblowern etwa fragte: „Was wäre, wenn Edward Snowden Deutscher wäre?“. Gemeinsam mit den EJO-Partnern analysiert das Dortmund-Team derzeit die Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt in verschiedenen europäischen Ländern.

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Das im Oktober 2017 gestartet Projekt MEDIATE hat zum Ziel, den öffentlichen Diskurs über diagnostische Tests durch eine evidenzbasierte, ethisch reflektierte Wissenschaftskommunikation zu fördern und zu verbessern und so wichtige Impulse für die gesellschaftliche Aufklärung und Diskussion zu geben. Im Fokus sollen insbesondere nicht-invasive molekulargenetische Bluttests im Bereich Pränataldiagnostik stehen. Darüber hinaus sollen auch weitere Diagnoseverfahren, etwa zur Bestimmung von Erkrankungen bzw. persönlichen Krankheitsrisiken, darunter vor allem medizinische Selbsttests, einbezogen werden.

Kern des MEDIATE-Projekts ist eine Reihe von Workshops mit jungen Wissenschaftsjournalisten des Instituts für Journalistik (IJ) und Ärzten des Uniklinikums Freiburg. In einem gemeinsamen Quality Assessment sollen die angehenden Wissenschaftsjournalisten und Ärzte mit Unterstützung von erfahrenen Wissenschaftsjournalisten und Ärzten die Qualität wissenschaftsjournalistischer und institutioneller Medizinkommunikation über diagnostische Testverfahren an konkreten Fallbeispielen in einem mehrstufigen, diskursiven Prozess evaluieren.

In dem vom BMBF geförderten Verbundprojekt kooperiert das IJ unter der Leitung von Prof. Holger Wormer mit dem Team vom „Medien-Doktor Medizin“ sowie mit dem Institut für Evidenz in der Medizin, das mit der Cochrane Deutschland Stiftung verbunden und am Uniklinikum Freiburg angesiedelt ist. Cochrane ist ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Ärzten, das die wissenschaftlichen Grundlagen für Entscheidungen im Gesundheitssystem verbessern will. Das Dortmunder Teilprojekt wird von Dr. Julia Serong geleitet.

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Gut informierte Kommunikation zwischen Arzt und Patient (GAP)

Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass eine von Patient und Arzt gemeinsam verantwortete, verhandelte und individuell angemessene medizinische Behandlung - sogenannte Partizipative Entscheidungsfindung - den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst. Damit dies ermöglicht wird, müssen insbesondere die Patienten in die Lage versetzt werden, eine solche Entscheidung gut informiert zu treffen. Bürger und Patienten informieren sich immer häufiger selbst über Krankheiten und Behandlungsmöglichkeiten, etwa im Internet. Jedoch ist die eigene Recherche bei Ärzten umstritten, da Selbstinformation die Patienten verwirren kann und unseriöse Gesundheitsinformationen nicht leicht zu erkennen sind.

Mit dem Vorhaben „Gut informierte Kommunikation zwischen Arzt und Patient“, kurz GAP, soll eine neue Versorgungsform erprobt werden. Diese knüpft an bereits bewährte europäische Informationssysteme an. Den Patienten und Allgemeinmedizinern werden, beispielhaft zum Thema Rückenschmerz, verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt. Die Informationen werden in verständlicher Sprache online aufbereitet und in ein für das Arzt-Patienten-Gespräch anwendbares Format gebracht. Zusätzlich erhält der Arzt ein Kommunikationstraining zur Nutzung des Informationssystems.

Für das vom Gemeinsamen Bundesauschuss geförderte Projekt kooperiert das Cochrane Zentrum Freiburg unter anderem mit mit dem BKK Landesverband Bayern und der TU Dortmund. Das Dortmunder Teilprojekt wird von Dr. Julia Serong geleitet.

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