"Fast alles, was bislang gelungen ist, hat während des Studiums in Dortmund begonnen"

Was hat Ihnen das Studium in Dortmund für die journalistische Laufbahn gebracht?

Friedrichs: Ausgesprochen viel. Fast alles, was bislang gelungen ist, hat während des Studiums in Dortmund begonnen. Ich habe dort angefangen zu verstehen, was dieser Beruf sein kann, ich durfte dank des Dortmunder Studiums beim WDR weiterlernen und ich habe auf dem Campus einige der mit liebsten Menschen kennengelernt.

Wovon haben Sie im Studium besonders für Ihre spätere journalistische Laufbahn profitiert?

Friedrichs: Rein fachlich haben sich die Veranstaltungen zum Presserecht und die Lehrredaktionen sowie ein Seminar, in dem es um das Schreiben langer Texte ging, für mich als besondern ertragreich herausgestellt. Allerdings bin ich sehr glücklich später extrem gute Redakteure begegnet zu sein,die mir das Schreiben und Filmebauen beigebracht haben. Denn an solchen Praktikern fehlte es während des Studiums.

Was raten/wünschen Sie den künftigen Absolventen des Instituts für Journalistik?

Friedrichs: Genießt die Möglichkeiten. Lasst Euch nicht verrückt machen, von den Abgesängen auf den Beruf. Sucht Eure Themen und erzählt den Menschen dann davon.

Warum sollte man heute noch Journalist werden?

Friedrichs: Als Journalistin darf ich ständig in fremde Leben blicken, Fragen stellen, Zusammenhänge erforschen. Ich darf dicke Bücher lesen und datensatte Studien. Ich darf zweifeln, staunen und immer wieder lange nachdenken. Ich darf die erzählen lassen, denen keiner zuhört und die mit Fragen stören, die lieber schweigen wollen. Ich kann mir keinen Beruf vorstellen, der mich glücklicher machen würde. 

An welchen Moment im Journalistik-Studium können Sie sich noch besonders gut erinnern?

Friedrichs: An das gute Gefühl, wenn im Selbstfahrerstudio von elDOradio ein Cross-Fade perfekt geglückt ist.