"Warum Journalist werden? Wie immer: weil man nicht anders kann“

Was hat Ihnen das Studium in Dortmund für die journalistische Laufbahn gebracht?

Küppersbusch: Viele freundschaftliche und bis heute belastbare Kontakte. Anfang der 80er galt Journalismus vielen in der Branche als unstudierbar, in manchen Sendern dagegen begegnete einem Argwohn gegenüber "Dortmundern". Sozusagen zweite Liga hinter den hauseigenen Volos. Kurz: Wir hatten ein Underdog-Image, das schweißt zusammen (vgl. auch Borussia Dortmund).

Wovon haben Sie im Studium besonders für Ihre spätere journalistische Laufbahn profitiert?

Küppersbusch: Veranstaltungen mit starken praktischen Anteilen; Luft im Studienplan um frei zu arbeiten oder Projekte mit Kommilitonen und ohne Credit Points zu machen.

Was raten/wünschen Sie den künftigen Absolventen des Instituts für Journalistik?

Küppersbusch:  Wünschen: Jobs. Also mit Bezahlung und so. Raten: Teamarbeit bevorzugen; nebenher publizieren, nicht an magische Wucht eines akademischen Titels auf dem Arbeitsmarkt vertrauen.

Warum sollte man heute noch Journalist werden?

Küppersbusch: Wie immer: Weil man nicht anders kann. 

An welchen Moment im Journalistik-Studium können Sie sich noch besonders gut erinnern?

Küppersbusch: Also - ich bin gar kein Absolvent, sondern marschiere im Schattenheer der Unvollendeten. Trotzdem? Cafeteria der alten PH, aus vermutlich genetischen Gründen saß die Journalistik-Fraktion meist vis-a-vis der Kasse und des Kaffeeautomaten. Alles sehen, über alles reden, als letzte hochgehen in die Veranstaltung.